Gesundheitsvorsorge: Jugendliche nur selten zum Check-up

 
 

 
 
 
Diese Meldung wurde am 30.10.2016 archiviert.
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Westfalen (wh) - Die Gesundheitsvorsorge spielt für Jugendliche in Westfalen eine untergeordnete Rolle. Wie aus einer Studie der Wissenschaftler vom Versorgungsatlas hervorgeht, nimmt nur etwa jeder zweite 13- bis 14-Jährige (rund 51 Prozent) die Vorsorgeuntersuchung J1 wahr. Der Check-up ist eine Fortsetzung der U-Untersuchungen im Kindesalter und soll dazu beitragen, körperliche und psychische Probleme von Jugendlichen früh zu erkennen.

Trotz des allgemein geringen Interesses an der Untersuchung gibt es innerhalb von Westfalen deutliche regionale Unterschiede. So liegen unter anderem die münsterländischen Kreise Borken und Coesfeld sowie die Stadt Münster mit Quoten zwischen 55 und 65 Prozent deutlich über dem westfalenweiten Schnitt. Im Ruhrgebiet hingegen erreichen Städte wie Dortmund und Bottrop sowie der Kreis Recklinghausen lediglich Quoten zwischen 37 und 46 Prozent.

Ein Grund, weshalb in manchen Regionen nur so wenige Jugendliche die Gesundheitsvorsorge wahrnehmen, ist für die Studienverfasser das Fehlen von persönlichen Ansprachen: "In Regionen, wo die Behörden die Jugendlichen direkt und persönlich einladen, liegen die Teilnahmeraten durchschnittlich höher als in anderen. Diese Ansprache signalisiert Wertschätzung, was natürlich bei den jungen Leuten nachvollziehbarer Weise gut ankommt", so Dr. Jörg Bätzing-Feigenbaum vom Versorgungsatlas.

Bundesweit liegt die Teilnehmerquote an der J1-Untersuchung bei rund 47 Prozent. Spitzenreiter ist der Kreis Mettmann mit Werten um 75 Prozent, was laut Versorgungsatlas darauf zurückzuführen ist, dass dort die Gesundheitsbehörden nicht nur die Eltern, sondern auch die Jugendlichen selbst persönlich einladen. Den bundesweit niedrigsten Wert verzeichnet der Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt mit 29 Prozent.


 
 

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