"Friederike" hinterlässt Spur der Verwüstung

 
 

 
 
 

Münsterland - Nach einem turbulenten Tag haben im Münsterland die Aufräumarbeiten begonnen. Nach Orkantief "Friederike" gibt es viel zu tun - allerorten sind Bäume entwurzelt, Dächer und Oberleitungen beschädigt. Bis auf wenige leichte Verletzungen kamen Menschen zum Glück nicht zu Schaden. Die Bilanz im Überblick.

Umgestürzte Bäume blockierten unter anderem bei Velen-Ramsdorf die Straße.
Umgestürzte Bäume blockierten unter anderem bei Velen-Ramsdorf die Straße.
 
 

Kreis Borken

Besonders schlimm traf es das westliche Münsterland und hier insbesondere die Stadt Bocholt. In einem Industriegebiet stürzte das Dach einer Halle ein, außerdem stürzte eine zum Wohnhaus umgebaute Scheine in sich zusammen. Mehrmals fiel der Strom durch beschädigte Oberleitungen aus und die Feuerwehr zählte allein in Bocholt fast 200 Einsätze. Kreisweit kam es zu 16 Straßensperrungen und die zuständigen Kommunen sperrten aufgrund der Gefahrenlage zudem einzelne Gebiete (z.B. Bocholter Stadtwald, Gescherer Innenstadt).

 

 
 
 
 

Kreis Coesfeld

In der Zeit von etwa 10 Uhr bis 16 Uhr verzeichnete die Polizei im Kreis Coesfeld am Donnerstag, 18.01.2018 kreisweit 190 sturmbedingte Einsatzmeldungen. In erster Linie umgestürzte Bäume und herabfallende Dachziegel sowie beschädigte Ampeln hielten die Einsatzkräfte in Arbeit. Sturmbedingte Straßensperrungen gab es kreisweit. Die weitreichendsten betrafen die L 580 zwischen Billerbeck und Darfeld, die L 844 zwischen Senden und Appelhülsen, die L 884 in der Venne, die L 581 zwischen Coesfeld und Hochmoor, die B 474 zwischen Coesfeld und Holtwick, die B 54 in Herbern sowie die Eversumer Straße in Olfen.

 

 
 
 
 

Kreis Steinfurt

Bei der Polizei im Kreis Steinfurt gingen am Donnerstag (18.01.2018) zahlreiche Anrufe ein, die einen Bezug zum Sturm hatten. Neben Gefahrenstellen, wurden auch Ampelstörungen, herunterhängende Stromleitungen und mehrere Verkehrsunfälle gemeldet. Bis um 15.30 Uhr wurden etwa 170 derartige Anrufe registriert. Viele Gefahrenstellen hatten sich durch umgestürzte Bäume oder Äste auf der Fahrbahn ergeben. Zudem waren Bauzäune, Absperrungen umgestürzt und insbesondere Dachziegel heruntergefallen. Während der Aufräumarbeiten mussten wiederholt Straßenabschnitte gesperrt werden. 

 

 
 
 
 

Kreis Warendorf

Das Sturmtief Friederike ist am Donnerstag (18. Januar) mit Orkanböen über den Kreis Warendorf gefegt. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, Teile von Ampelanlagen oder Verkehrsschilder flogen auf Straßen, Dachteile und andere umherfliegende Gegenstände sorgten für Gefahr. Insgesamt hatte die Feuerwehr bis 15 Uhr 470 Einsätze zu bewältigen, die Polizei verzeichnete über 90 Einsätze - vor allem am Mittag und am frühen Nachmittag. Dabei gab es glücklicherweise nach bisherigem Stand keine sturmbedingten verletzten Personen. Etwa 650 Einsatzkräfte der Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz. Im Laufe des Nachmittags beruhigte sich die Lage deutlich. Betroffen vom Sturmtief waren alle 13 Städte und Gemeinden des Kreises, es gab keinen eindeutigen Einsatzschwerpunkt. Vordringliche Aufgabe der Feuerwehren war es, Straßen wieder befahrbar zu machen - vor allem für die Rettungskräfte. Denn sowohl inner- als auch außerorts waren zwischenzeitlich zahlreiche Straßen gesperrt. 

 

 
 

Stadt Münster und Autobahnen

Das in Münster wütende Sturmtief "Friederike" hat allein in der Zeit von 12:00 bis 14:00 Uhr für rund 300 eingehende Notrufe bei der Polizei gesorgt. Die Einsatzleitstelle wurde verstärkt, um alle Anrufe entgegennehmen zu können. 224 Beamte waren in der Stadt Münster und auf den Autobahnen im Einsatz. Hauptsächlich mussten sie sich um Straßensperrungen und Unfälle kümmern, die durch umgestürzte Lkw oder abgeknickte Bäume verursacht wurden.

130 Einsätze waren auf den Autobahnen des Münsterlandes erforderlich. Die Autobahnen 1 und 31 mussten zeitweise komplett gesperrt werden. 24 Mal rückten die Beamten der Autobahnpolizei aus, um Verkehrszeichen und Autoteile von der Fahrbahn zu räumen, sich in 26 Fällen um Bäume und Äste auf der Fahrbahn zu kümmern, 4 Lkws wurden durch Windböen aufgeschaukelt und kippten um.

Auf der Autobahn 30 ragte eine Hochspannungsleitung in die Fahrbahn. Nachdem der Strom abgeschaltet wurde, konnte die Leitung gekappt und die Fahrbahn wieder freigegeben werden.

Bei 16 Unfällen entstand überwiegend Sachschaden, in 3 Fällen verletzten sich Autofahrer leicht.

Für das Stadtgebiet nahm die Einsatzleitstelle 220 Anrufe entgegen. Umgestürzte Bäume, umherwehende Planen, Verkehrsschilder oder Baustellenteile lösten überwiegend den Einsatz der Polizei aus. Von Dächern stürzende Ziegel und Fassadenteile veranlassten 17 Notrufe. In 3 Oberleitungen verfingen sich Bäume. Die Beamten nahmen 15 Unfälle auf, bei denen sich glücklicherweise niemand verletzte.

Betroffen waren vor allem die Westfalenstraße, Weseler Straße, Wilkinghege, Nottebrock, Hafenstraße und die Amelsbürener Straße. Polizisten sperrten sie für die Dauer der notwendigen Aufräumarbeiten.

Das Sturmtief Friederike hinterlässt nach ersten Schätzungen in Münster und auf den münsterländischen Autobahnen Schäden in Höhe von mehreren 100.000 Euro.


 
 

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