Erlebtes als Seelenlast - „Tage der seelischen Gesundheit“ im Kreis Coesfeld

 
 

 
 
 

Kreis Coesfeld - Auch die Schicksale vieler Flüchtlinge haben ein Thema in den Vordergrund gerückt, das diesmal Schwerpunkt der Tage der seelischen Gesundheit sein wird: Erlebtes als Seelenlast. Schreckliche Kriegserlebnisse können ebenso wie andere Gewalterfahrungen, durchlittene Naturkatastrophen oder schwere Unfälle Traumata verursachen, die lange nachwirken und zu großen seelischen Belastungen führen.

Vorsitzender Valentin Merschhemke, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Paul Kiffmeyer vom Gesundheitsamt des Kreises (v.l.n.r.)
Vorsitzender Valentin Merschhemke, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Paul Kiffmeyer vom Gesundheitsamt des Kreises (v.l.n.r.)

In der letzten Septemberwoche wird es hierzu Veranstaltungen in Coesfeld, Dülmen, Lüdinghausen, Nottuln und Rosendahl geben. Bereits am Freitag zuvor (23. September 2016) informieren Fachleute vormittags an Info-Ständen auf dem Wochenmarkt in Dülmen sowie in der Fußgängerzone in Coesfeld über das Programm und Möglichkeiten der Hilfe im Falle einer psychischen Erkrankung.

In sehr unterschiedlichen Veranstaltungen wollen wir grundlegende Informationen und Tipps vermitteln, die Mut machen, sich dem Thema zu nähern, so Valentin Merschhemke, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V., der alljährlich diese Veranstaltungsreihe ausrichtet. Der Kreis Coesfeld begrüßt diese Initiative sehr und unterstützt die Reihe nach Kräften, betonte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr bei der Vorstellung des Programms.

Zum Auftakt wird Dr. Christopher Kirchhoff Trauma und Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen in den Blick nehmen. Am Tag darauf folgt eine von der Gemeinde Rosendahl im Rahmen der Kulturkarte angebotene Lesung mit Olav Meyer-Sievers. Der Rot-Kreuz-Mann hat in dem Buch „KRISENFEST - Stärke finden in seelischer Not“ über seine Einsätze als Notfallhelfer in einem  Kriseninterventionsteam berichtet. Wichtige Punkte werden die Verarbeitung des Erlebten und die innere Vorbereitung auf derlei Belastungen sein. Auch die ganztägige Fachtagung am Mittwoch ist das Ergebnis einer Kooperation, denn hier hat sich der Förderverein mit dem „Runden Tisch gegen Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Coesfeld“ zusammengetan. Dieses seit 2001 bestehende Bündnis hat die Fachtagung „Kinder und häusliche Gewalt – Erkennen und Handeln“ organsiert.

In Lüdinghausen wird die Ehe-, Familien- und Lebensberaterin Anne Willing-Kertelge darüber berichten, wie Menschen mit traumatischen Erfahrungen leben. Dr. Wilhelm Oelenberg, Ärztlicher Leiter der Klinik am Schlossgarten in Dülmen, wird zum Abschluss der Tage der seelischen Gesundheit auf die traumatischen Erlebnisse von Menschen im höheren Lebensalter eingehen. Beispielweise können Jahrzehnte zurückliegende Erlebnisse mit Krieg, Flucht oder Vertreibung in einem so belastenden Übermaß wieder präsent werden, dass Hilfe erforderlich wird.

Für die Teilnahmen an der Lesung (4,- EUR im Vorverkauf und 5,- an der Abendkasse) und der Fachtagung (30,- EUR) werden Gebühren erhoben. Alle übrigen Veranstaltungen können ohne Teilnahmebeitrag und ohne Voranmeldung besucht werden.

Der Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. präsentiert sich in einem neuen Outfit und mit neuer Internetseite. Dabei wurde der Vereinsname zu www.seege-coe.de verschlankt. SeeGe steht für seelische Gesundheit. Auf der Vereinsseite sind weitere Informationen zum Programm der Tage der seelischen Gesundheit und zum Verein abrufbar.


 
 

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