Bocholter Aa bekommt ein neues Bett

 
 

 
 
 

Borken - Die Bocholter Aa in Borken-Hoxfeld bekommt ein neues Bett: Der Kreis Borken beginnt dort am Montag, 12. November, mit der Renaturierung des Flusses. Südlich der Deponie Borken-Hoxfeld, am Aa-Radweg, wird auf einer Länge von etwa 500 Metern ein natürlicherer Verlauf der Bocholter Aa wieder hergetellt.

Gleichzeitig werden die Flächen dort tiefergelegt und eine Sekundäraue, also ein regelmäßig überflutetes Feuchtbiotop geschaffen. Das hat in dem Überschwemmungsgebiet zum einen Hochwasserschutzeffekte, zum anderen wird der Bereich ökologisch aufgewertet. Das Projekt gehört zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und wird zu einem Großteil aus Landesmitteln gefördert.

Die rund 1,6 Hektar große, kreiseigene Fläche in dem Bereich der Bocholter Aa liegt bisher brach. Nun werden rund 22.000 m³ Boden von dort abtransportiert. Dadurch entsteht zusätzlicher Raum, den das Wasser im Überschwemmungsfall fluten kann. Der Großteil des Bodens wird verwendet, um die früheren Deponieflächen abzudecken. Zur Renaturierung wird neben der neugeschaffenen Sekundäraue, die natürlicherweise fast flächendeckend vorkommt, die künstliche, steile Böschung abgeflacht, die Böschungsbefestigung am Nordufer entfernt und Totholz, also Wurzelstubben und Stämme, in das Gewässer eingebracht. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Februar 2019 dauern.

Für die Bauzeit muss der Radweg in diesem Bereich gesperrt werden. Das betrifft die Wirtschaftswege Dirdingweg und Deponierandweg, die unter anderem für den "Aa-Radweg" und die "100-Schlösser-Route" genutzt werden. Für Radfahrerinnen und Radfahrer werden Umleitungen vor Ort ausgeschildert. Für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen bittet der Kreis um Verständnis.


 
 

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