Bekannte Kinder- und Jugendbuchillustratorin an FH Münster berufen

 
 

 
 
 
Diese Meldung wurde am 25.11.2018 archiviert.
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Münster - Schon während ihres Designstudiums an der FH Münster hat Prof. Cornelia Haas 2001 ihr erstes Bilderbuch „Über den großen Fluss“ illustriert. „Es ist seit 16 Jahren im Handel erhältlich, und das ist ungewöhnlich lange für ein Bilderbuch“, so die gelernte Schilder- und Lichtreklameherstellerin.

Cornelia Haas
Cornelia Haas

Nun wurde sie an ihre eigene Alma Mater, die Münster School of Design, berufen, wo sie auch schon seit 2013 als Dozentin tätig ist. Nach ihrem Erstling hat Haas als Illustratorin für Verlage und Agenturen über 80 weitere Werke veröffentlicht, überwiegend im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. Und dafür bereits einige Preise und Auszeichnungen erhalten: „Hundemüde Hunde“ wurde 2005 von der Stiftung Buchkunst als eins der „schönsten deutschen Bücher“ prämiert und „Hundewinter“ für den „Deutschen Jugend- und Literaturpreis 2011“ nominiert.

„Nach 16 Jahren selbstständiger Tätigkeit hatte ich den Wunsch, mich beruflich noch mal zu verändern“, erzählt die 46-Jährige. „Ich habe eine Coaching-Ausbildung begonnen, aber dann festgestellt, dass es das nicht ganz ist.“ Als sich ihr die Möglichkeit bot, am Fachbereich Design der FH Münster Lehraufträge für Acryl- und Digitalmalerei zu übernehmen, fügte sich alles perfekt: „Der Kontakt zu den Studierenden hat mir sehr viel Spaß gemacht“, so die Illustratorin. „Außerdem bin ich durch die theoretische Auseinandersetzung mit den Grundlagen des Malens und Zeichnens auch in meiner praktischen Arbeit besser geworden. Seither sind wieder Bewegung und neue Herausforderungen in meinen Arbeitsalltag eingezogen – das habe ich vermisst.“ Dass sie nun als Professorin berufen wurde, freut Haas sehr. Besonders reizvoll sei daran, die Studierenden nun auch über einen längeren Zeitraum begleiten zu können und deren persönliche Weiterentwicklung mitzuerleben. Außerdem ist sie gespannt auf die Zusammenarbeit mit ihren Fachbereichskolleginnen und -kollegen.

Der Schwerpunkt der gebürtigen Augsburgerin ist Illustration und Zeichnen. Sie hofft aber gerade im Zeichnen, mit dem ein oder anderen Lehrangebot auch das Interesse der Studierenden aus anderen Fachgruppen zu wecken, denn: „Der kreative Prozess ist für alle Designer der gleiche.“ Zunächst müssten „völlig wertfrei und offen“ alle relevanten Informationen und Ideen gesammelt werden. Erst danach folge eine „fokussierende Analyse“, um im Sinne der Aufgabenstellung zu einem abgeschlossenen funktionierenden Produkt oder Ergebnis zu kommen. „Kreativität ist kein Geistesblitz, sondern ein Prozess, auf den man sich einlassen muss“, so Haas.

Neben ihrer Arbeit als Professorin möchte sie auch weiterhin als Illustratorin tätig bleiben. „Die freiberufliche Arbeit macht mir viel Freude, außerdem bleibe ich so up to date und näher am Markt“, erklärt die Mutter eines 10-jährigen Sohnes. „Das ist sicher auch für meine Lehrtätigkeit von Vorteil.“ Sie ist Gründungsmitglied der Ateliergemeinschaft Hafenstraße 64, in der sich mehrere Kreative, darunter auch viele andere namhafte Absolventen der Münster School of Design, zusammengetan haben.


 
 

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