Afrikanische Schweinepest: Kreis spielte in Übung möglichen Ausbruch durch

 
 

 
 
 

Kreis Warendorf - Den möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) spielte der Krisenstab des Kreises Warendorf zusammen mit Experten aus der Praxis im Kreishaus durch. Der Ausgangspunkt dafür lautete wie folgt: In der Einener Dorfbauerschaft in Warendorf wurde bei einem tot aufgefundenen Wildschwein das Virus der Afrikanischen Schweinepest durch eine Laboruntersuchung durch das Friedrich-Löffler-Institut offiziell bestätigt – soweit das Szenario für diese Übung.

Welche Maßnahmen sind erforderlich, wenn die Afrikanische Schweinepest im Kreisgebiet ausbricht? Darum ging es bei einer Übung sowie bei einer vorgeschalteten Besprechung im Kreishaus. Daran nahmen u.a. Vertreter des Veterinäramtes, der Landwirtschafts
Welche Maßnahmen sind erforderlich, wenn die Afrikanische Schweinepest im Kreisgebiet ausbricht? Darum ging es bei einer Übung sowie bei einer vorgeschalteten Besprechung im Kreishaus. Daran nahmen u.a. Vertreter des Veterinäramtes, der Landwirtschaftskammer, des Landwirtschaftsverbandes, der Kreisjägerschaft und der Unteren Jagdbehörde teil. - Foto: Kreis Warendorf

Ein Expertenteam, das sich aus Angehörigen der Kreisjägerschaft, der Landwirtschaftskammer, des Landwirtschaftsverbandes, der Unteren Jagdbehörde sowie des Veterinäramtes zusammensetzte, analysierte daraufhin zusammen mit den betroffenen Ortslandwirten die örtlichen Gegebenheiten und das Verhalten der Wildschweine in dem betroffenen Bereich. Daraus ergab sich die Festlegung des „Gefährdeten Gebietes“ rund um den Fundort des Tieres, in dem besondere Schutzmaßnahmen für Hausschweinebestände sowie Sonderregelungen für die Jagd gelten. Zusätzlich wurde eine sogenannte Kernzone errichtet, die im Ernstfall mit einem Zaun abgesperrt werden muss und in der weitere Beschränkungen sowie eine Anleinpflicht für Hunde gilt. „Ziel ist es, dass die Wildschweine in diesem Gebiet bleiben, damit sich die ASP nicht ausbreitet“, erklärte Dr. Andreas Witte, Leiter des Kreisveterinäramtes.

Der Krisenstab des Kreises koordinierte die notwendigen Maßnahmen. Als Vorteil erwies sich bei der Übung, dass die neu gegründete Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft (WSVG) als privater Dienstleister zur Verfügung steht. Die WSVG, die ausschließlich im Auftrag des Umweltministeriums bzw. der betroffenen Kreise handelt, verfügt über ausreichendes Material – und kann auch das notwendige Personal bzw. Betriebe mitbringen, um z.B. innerhalb von wenigen Tagen größere Gebiete mit einen Elektrozaun einzuzäunen.

Wenn die Afrikanische Schweinepest beim Wildschwein festgestellt wird, bedeutet das eine große Belastung für die Schweinehalter im Kreis. „Transporte von Schweinen aus dem Gebiet sind nur mit Untersuchungen und Genehmigungen möglich, die sehr aufwändig sind. Die Halter müssen zudem  besondere Sicherheitsvorkehrungen gegen die Einschleppung der Seuche in ihre Bestände einhalten“, so erklärte Dr. Andreas Witte, Leiter des Kreisveterinäramtes.

Zu den Maßnahmen im Krisenfall gehört auch, dass eine telefonische Hotline des Veterinäramtes eingerichtet wird,  bei der u.a. Tierärztinnen Auskünfte geben, sowie aktuelle Informationen auf die Kreis-Homepage gestellt werden.

Die ASP ist eine für den Menschen und andere Tiere ungefährliche Erkrankung, die beim Schwein aber fast immer zum Tod führt. Die Verbreitung der Erkrankung hat in den letzten Jahren weltweit und vor allem in Europa stark zugenommen. In Deutschland ist die ASP bislang nicht ausgebrochen, aber in vielen osteuropäischen Ländern sowie zuletzt in Belgien.

„Die Übung hat gezeigt, dass das Zusammenspiel aller Beteiligten im Kreis – von den Landwirten über die Behörden bis zu den Jägern sehr wichtig ist, um auf einen ASP-Ausbruch reagieren zu können. In der Übung hat das gut geklappt“, so Veterinäramtsleiter Dr. Witte.


 
 

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