65 Millionen Euro für den Breitbandausbau im Kreis Steinfurt

 
 

 
 
 
Diese Meldung wurde am 22.03.2017 archiviert.
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Kreis Steinfurt - Gute Nachrichten für den Kreis Steinfurt aus Berlin: Die elf Städte und Gemeinden, die sich am dritten Aufruf des Programms „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus“ des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) beteiligt haben, erhielten nun eine Zusage aus Berlin. Am 21. und 22. März werden die Förderbescheide in Berlin übergeben.

Erfolgreich beworben haben sich die Kommunen Emsdetten, Ladbergen, Lengerich, Lienen, Metelen, Mettingen, Neuenkirchen, Nordwalde, Saerbeck, Tecklenburg und Wettringen.

In diesen Kommunen sollen alle unterversorgten Haushalte mit Glasfaserleitungen bis in die Häuser ausgestattet werden. Als unterversorgt gelten Anschlüsse, die auf absehbare Zeit nicht wenigstens 30 Mbit/s im Download bekommen können. Aufgrund der guten Versorgungssituation in den Ortskernen finden sich diese Haushalte fast ausschließlich in den Außenbereichen.

„Das ist eine großartige Entwicklung“, betont Landrat Dr. Klaus Effing, „nachdem wir in vielen Ortskernen privatwirtschaftliche Glasfaserprojekte unterstützt haben, geht es nun an den flächendeckenden Breitbandausbau. Wir haben immer gesagt, dass wir uns auch um die Außenbereiche kümmern wollen. Jetzt kann es hier weitergehen.“

Das beantragte Projektvolumen beträgt für alle Kommunen insgesamt rund 65 Millionen Euro. 50 Prozent dieser Mittel übernimmt der Bund. Das Land NRW beteiligt sich mit weiteren 40 Prozent, so dass für die Kommunen nur ein Eigenanteil von 10 Prozent verbleibt. Haushaltssicherungskommunen können sogar ganz ohne finanzielle Belastung profitieren. Für sie werden vom Land die verbleibenden 10 Prozent auch noch übernommen.

Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (WESt) hat die Kommunen im Prozess intensiv begleitet und unterstützt: von Grundlagenarbeiten, wie der Durchführung einer kreisweiten Markterkundung und Bereitstellung der Versorgungsdaten, bis hin zur konkreten Hilfestellung bei der Antragstellung.

„Ich bin besonders froh, dass die Kommunen eine Versorgung zur Förderung beantragt haben, die nur mit Glasfaserleitungen bis in die Häuser gewährleistet werden kann“, erklärt Breitbandkoordinator Ingmar Ebhardt. „Das wäre von den Förderbedingungen her nicht zwingend notwendig gewesen. Mit der alternativen Übergangslösung Vectoring hätten wir in ein paar Jahren wieder eine Unterversorgungsdiskussion und müssten wahrscheinlich noch einmal viel Geld in die Hand nehmen. Mit der Glasfaser-Lösung sind wir mindestens für die nächsten 30 Jahre ausgezeichnet aufgestellt.“

WESt- Geschäftsführerin Birgit Neyer betont die Wichtigkeit der Projekte: „Wir hier im Kreis Steinfurt setzen auf nachhaltige Lösungen. Und Glasfaseranschlüsse sind nun mal der entscheidende Faktor für gute Entwicklungsmöglichkeiten unserer Wirtschaft. Mit diesen Projekten generieren unsere Kommunen einen echten Standortvorteil für die nächsten Jahre.“

Die Förderzusage gilt für elf Kommunen - das heißt aber nicht, dass die anderen außen vor bleiben. Zum letzten Stichtag am 28. Februar wurden Anträge für weitere sieben Städte und Gemeinden gestellt, auch die übrigen befinden sich in der Antrags-Vorbereitung.

Etwas Geduld werden allerdings die Anwohner der Städte und Gemeinden mit den jetzt erfolgreichen Anträgen noch aufbringen müssen. Ingmar Ebhardt rechnet nicht damit, dass der Netzausbau noch in diesem Jahr komplett abgeschlossen werden kann: „Wir müssen europaweit ausschreiben, dann einen Kooperationsvertrag aushandeln. Außerdem müssen Bund und Bundesnetzagentur ihr Ok geben. Das alles braucht noch etwas Zeit.“


 
 

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