Interaktiver Krimi: Der tote Graf

 
 

 
 
 

Bei unserem interaktiven Krimi "Der tote Graf" waren eure Spürnasen gefragt! Ihr seid in die Rolle des ermittelnden Kommissars Heitbrink geschlüpft und musstet mittels der Aussagen aller Verdächtiger und weiterer Hinweise selbst den Täter ermitteln! Inzwischen ist der Fall gelöst.

 
 

Seit dem 12.03.2018 haben wir an dieser Stelle und auf unserer Facebookseite jeden Tag eine neue Aussage veröffentlicht. Danach galt es, alle Fäden zusammen zu führen, die Hinweise noch einmal sichten und uns die richtige  Lösung per Mail schicken. Das haben viele Krimi-Fans getan und aus allen richtigen Einsendungen haben wir inzwischen eine Gewinnerin gezogen: Heike Obermeyer aus Ibbenbüren gewinnt das Live-Krimispiel im Beverland Resort für 10 Personen im Wert von 750 Euro. Herzlichen Glückwunsch! 

 

 
 
 
 

Der tote Graf

Kommissar Heitbrink rieb sich die Schläfen und betrachtete den Toten im Ohrensessel. Gegen 21 Uhr hatte die völlig aufgelöste Haushälterin des Adelssitzes Hohenhorst im tiefsten Münsterland bei Havixbeck die Polizei informiert, dass sie den Grafen ermordet in seinem Arbeitszimmer aufgefunden hatte. Das todbringende Messer steckte noch immer in der Brust des in sich zusammen gesunkenen Adeligen, der in wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag gefeiert hätte.

Nach Auskunft des Gerichtsmediziners handelte es sich bei der Tatwaffe um ein weit verbreitetes Jagdmesser. Aufgrund des Einstichwinkels war es vermutlich von einem Linkshänder geführt worden. Heitbrink schob sich seine Mütze weit in den Nacken und nestelte an seinem schwarzen Mantel. Nur einen Tag später und er wäre im Urlaub gewesen und jemand anderes hätte sich mit diesem Todesfall und dem trüben Herbstwetter im Münsterland herum schlagen müssen.

Er ging ein paar Schritte und sah aus dem Fenster. Nebel war schon am späten Nachmittag aus den Münsterländischen Weiten aufgezogen und hatte sich wie ein milchiger Film auch über den Vorhof des Schlosses gelegt, so dicht, dass die geschäftig herum eilenden Uniformierten nur durch das blau flackernde Licht der Polizeiautos zu erkennen waren. Heitbrink seufzte. Der Graf konnte noch nicht lange tot gewesen sein, als ihn die Haushälterin fand, so viel stand fest. Weit konnte der Täter also vermutlich nicht gekommen sein. Vielleicht befand er sich sogar noch im Haus und mit etwas Glück und seiner bewährten Spürnase wäre es vielleicht sogar möglich, den Fall noch am selben Abend zu lösen und am nächsten Morgen doch noch rechtzeitig den Flieger am FMO zu erreichen.

Am Besten würde er schnell mit der Befragung der Personen beginnen, die sich an diesem Abend in dem weitläufigen Wasserschloss aufgehalten hatten. Er warf einen Blick auf die Liste, die ihm der Polizist geschrieben hatte, der zuerst eingetroffen war: 

Sybille von Hohenhorst (Ehefrau)
Julia von Hohenhorst (Tochter)
Gerfried Kokemoor (Neffe)
Frederike Tessin (Vermögensverwalterin)
Sabine Goosejohann (Haushälterin)
Michel Dupont (Koch)

 

 
 

Die Haushälterin

Heitbrink hatte beschlossen, zuerst die Haushälterin Sabine Goosejohann zu befragen, die den Toten gefunden hatte. Er fand die Frau, die etwa Mitte Dreißig sein mochte, in der großen Eingangshalle und nahm ihre Aussage zu Protokoll:

 
 
 

 
 

Der Koch

Die Aussage der Haushälterin hatte ihm nicht viel weiter geholfen, dennoch machte sich Heitbrink noch einige Notizen und entließ die Frau, die sich lautstark die Nase putzte und sich dann auf ihr Zimmer begab. Heitbrink beschloss, in die Küche zu gehen und als Nächsten den französischen Koch Michel Dupont zu befragen.

 
 
 

 
 

Die Ehefrau

Heitbrink meinte, dass es nun an der Zeit sei, der Witwe Sybille von Hohenhorst einen kurzen Besuch abzustatten. Er war inzwischen von seinen Kollegen unterrichtet worden, dass es sich um die zweite Frau des Grafen handelte. Seine erste Frau und die Mutter seiner Tochter Julia war schon vor über zehn Jahren gestorben. Gerüchten zufolge, das hatte ihm ein Polizist aus dem Dorf zugeraunt, stand es aber um die Ehe zwischen dem Grafen und der fast 30 Jahre jüngeren Frau nicht zum Besten…

 
 
 

 
 

Die Tochter

Die etwas merkwürdige Aussage der Gräfin hatte Heitbrink irritiert, aber mehr war von ihr nicht zu erfahren gewesen. Deshalb machte er sich auf, die Tochter des Verstorbenen, Julia von Hohenhorst, zu befragen. Er fand sie im Jagdzimmer des Schlosses, das an allen Wänden mit ausgestopften Jagdtrophäen und –waffen ausstaffiert war.

 
 
 

 
 

Der Neffe

Ein veritables Motiv, dachte Heitbrink, nachdem er Julia von Hohenhorst verlassen hatte. Aber auch der Neffe schien ja so seine Probleme mit dem Grafen gehabt zu haben. Es wurde Zeit, ihm ebenfalls ein paar Fragen zu stellen. Heitbrink fand Gerfried Kokemoor im Vorhof des Schlosses, wo er hastig an seiner Zigarette zog.

 
 
 

 
 

Die Vermögensverwalterin

Verdammt, dachte Heitbrink. Die Sache wird immer verzwickter. Wenn das so weiter geht, bekomme ich den Flieger niemals. Noch eine Aussage, dann würde er sich noch einmal einen Überblick über alles Gesagte verschaffen müssen, vielleicht fand er dann den roten Faden in dieser Geschichte. Es fehlte nur noch die Vermögensverwalterin des Grafen, Frederike Tessin. Die Frau, die etwa Ende Vierzig sein mochte, hielt sich in ihrem Arbeitszimmer, wo sie gerade ein Notizbuch in der Rechten hielt und mit der anderen Hand dabei war, eine Nummer in ihr Handy einzutippen.

 
 
 

 
 
 
 

Wer hat den Grafen umgebracht?

Heitbrink zog sich in das Arbeitszimmer des Grafen zurück. Inzwischen war der Leichnam nach Münster zur Obduktion gebracht worden. Doch Heitbrink war sich schon jetzt sicher, dass ihm die rechtsmedizinische Untersuchung keine neuen Anhaltspunkte würde bieten können. Es kam nun auf seinen Spürsinn an, darauf, dass er noch einmal alle Aussagen durchging und sich ein möglichst genaues Bild machte. Er nahm am gräflichen Schreibtisch Platz und sah noch einmal durch seine Notizen, die er sich bei den einzelnen Aussagen gemacht hatte. Und plötzlich fiel ihm etwas auf...

Was hat der Kommissar entdeckt? Wer hat den Grafen ermordet und wer treibt ein falsches Spiel? Schreibt uns bis zum 19.03. um 20 Uhr eine Mail an redaktion@muensterland.de mit Eurer Theorie oder nur dem Namen eures Verdächtigen und eurer vollständigen Anschrift. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir ein Live Krimi-Spiel im Beverland Resort in Ostbevern im Wert von 750 Euro!

 

 
 

Die Auflösung

Kommissar Heitbrink blickte in die Runde. Er hatte alle Verdächtigen im Salon versammelt. Auch die Person, die den Grafen ins Jenseits befördert hatte, war darunter. Heitbrink war sehr zufrieden mit sich, er würde diesen Fall noch heute Nacht abschließen können. Nach einem letzten Blick in seine Notizen begann er mit seinen Ausführungen...


 
 
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