Des Riesen Grienkenschmieds Bauhilfe

 
 

 
 
 

Bei vielen Gelegenheiten soll der Riesen Grienkenschmied, der am Rösteberg bei Altenberge der Überlieferung nach hauste, den Bauern in der Region helfend unter die Arme gegriffen haben. Auch beim Bau der ersten Altenberger Kirchen sollen seinen Riesenpranken im Spiel gewesen sein.

Auf dem Kirchplatz in Altenberge herrschte großer Auftrieb. Alle Handwerker und Zimmerleute waren versammelt als die letzten Pfannen auf das neue Kirchendach gedeckt wurden und die Kirche den letzten Schliff bekam. Wer eben Zeit fand, wohnte dem großen Ereignis bei und wollte Zeuge sein, wenn die Kirche endlich fertig gestellt wurde.

Allein die schweren Kirchenglocken standen noch auf dem Kirchplatz und so mancher ging staunend um die gewaltigen Glocken herum, die der Riese Grienkenschmied in seiner Schmiede auf dem Rösteberg gefertigt hatte, und fragte sich, wie das gigantische Geläut in den hohen Kirchturm gelangen sollte.

Mit großen Seilwinden, hölzernen Leitern und schweren Balken mühten sich die Handwerker redlich ab, um die Glocken nach oben zu ziehen. Doch gleich wie dick die Stricke waren, die sie verwendeten und wie langsam und vorsichtig sie versuchten, die Glocken in die Höhe zu ziehen – schon nach wenigen Metern begannen die dicken Seile zu reißen und sie mussten die Glocken wieder hinab lassen auf den Kirchplatz.

Bis in den späten Abend mühten sich die Handwerker und Zimmerleute, doch wie sie es auch anstellten, es wollte ihnen einfach nicht gelingen. Viele der Altenberger saßen bereits auf dem Kirchplatz und vergruben ihr Gesicht in den Händen und befürchteten, dass aus ihrer schönen neuen Kirche nun ein Gotteshaus ohne Kirchenglocken werden sollte.

Nach und nach machten sich die Altenberger auf den Heimweg und legten sich traurig in ihre Betten. Nur ein kleiner Junge war auf dem Heimweg seinen Eltern ausgebüchst und so schnell ihn seine kleinen Beine trugen zum Rösteberg gelaufen. Bei der Schmiede des Riesen angekommen, klopfte er zaghaft an die große, schwere Eichentür und schreckte zurück als ihm der verschlafen dreinblickende Riese mit seinen zersausten Haaren öffnete.

Doch der kleine Junge fasste sich ein Herz und erzählte dem Riesen Grienkenschmied von den argen Problemen der Altenberger und ihrer neuen Kirche. Der Riese kratzte sich kurz am Kopf und brummte etwas ganz und gar Unverständliches. Dann ließ er den kleinen Jungen auf seiner Hand Platz nehmen und trug ihn bis zum Kirchplatz, der mittlerweile menschenleer war.

Mit seinen Riesenfingern griff er dann nach den Glocken, die kräftig schepperten und alle Altenberger aus ihrem Schlaf rissen. Und während sie aus ihren Häusern kamen, um zu sehen, wer sich da an ihren Kirchenglocken zu schaffen machte, hängte der Riese Grienkenschmied die Glocken bereits ordentlich im Kirchturm des neuen Gotteshauses auf. Einen nach dem anderen nahm er dann, allen voran den kleinen Jungen, der ihn gerufen hatte, auf seine riesigen Pranken und ließ Jeden einen Blick auf das neue Geläut werfen. Mit einem Schmunzeln machte er sich nach getaner Arbeit wieder auf den Rückweg zu seiner Schmiede auf dem Rösteberg.


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