IHK eröffnet neues Bildungszentrum in Münster

 
 

 
 
 

Münsterland/Emscher-Lippe-Region. - Nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen am 7. September in Münster ihr neues Bildungszentrum offiziell eröffnet.

Gemeinsam mit Alexander Zörner (l.) und Klaus Pardey (r.) verlegten (v. l.) IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer, Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet den Schlussstein im IHK-Bildungszentrum.

Hintergrund ist der Mangel an Fachkräften. „Natürlich brauchen wir Akademiker“, sagte IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer: „Aber noch viel mehr brauchen wir Auszubildende, Industriemeister, Fachwirte oder IT-Professionals“, verdeutlichte er beispielhaft die Anforderungen der mittelständisch geprägten Wirtschaft. Mit dem neuen Bildungszentrum „unterstreichen wir für jedermann sichtbar die große Bedeutung, die Absolventen der betrieblichen Aus- und Weiterbildung für unseren wirtschaftlichen Erfolg haben“, betonte Hüffer. Für die IHK sei das neue Bildungszentrum deshalb auch Ausdruck der Wertschätzung dieser Fachkräfte wie auch Symbol für die mittlerweile politisch anerkannte Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

Ministerpräsident Armin Laschet sagte: „Es sind genau solche Investitionen in Bildung, solche Räume für Bildung, die wir in Nordrhein-Westfalen brauchen. Hier wurde ein Ort des Lernens geschaffen, der die berufliche Bildung in der Region durch den konsequenten Einsatz digitaler Medien auf eine neue Stufe hebt. Das ist vorbildlich. Ich wünsche mir, dass dieses Beispiel auch andere inspiriert. Gleichzeitig müssen wir auf Digitalisierung, auf mehr Effizienz und auf gezielte Zuwanderung setzen. Bildung und Qualifizierung werden dabei ganz zentral sein, damit der Fachkräftemangel nicht noch größer wird. Darum ist es so wichtig und begrüßenswert, was Sie hier in Münster bei der IHK leisten.“

Für die Bundesbildungsministerin ist es schon lange keine Frage mehr: „Es lohnt sich die gesellschaftliche Wertschätzung der dualen Ausbildung zu stärken. Es ist im Interesse von uns allen, die berufliche Aus- und Weiterbildung weiterhin zu fördern, um diesen Wettbewerbs- und Standortfaktor zu erhalten“, sagte Prof. Dr. Johanna Wanka. Dazu gehörten auch moderne Bildungseinrichtungen, die die Bereitschaft zur Weiterbildung steigern könnten. „In den letzten Jahren ist ein deutlicher Zuwachs im Bewusstsein der Unternehmen zu spüren, wie wichtig Weiterbildung ist“, sagte Wanka. Kleine und mittelständische Unternehmen schöpften ihre Möglichkeiten jedoch noch nicht vollständig aus. „Zukünftig werden Betriebe noch mehr in die Weiterbildung investieren müssen um den Anschluss nicht zu verpassen“, betonte die Bundesbildungsministerin.

IHK-Präsident Hüffer forderte einen Schulterschluss von Politik, Verwaltung und Wirtschaft, um die betriebliche Aus- und Weiterbildung zu stärken. „Wenn wir jetzt politisch die richtigen Weichen stellen, können wir das Blatt wenden“, sagte er angesichts des anhaltenden Ansturms auf die Hochschulen, während mittlerweile jedes dritte Unternehmen seine Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen kann.

Der Bundesbildungsministerin dankte Hüffer „für die Klarstellung, dass akademische und berufliche Bildung gleichwertig sind“. Dabei versprach er, die IHK werde „verstärkt sichtbar machen, dass mit beruflicher Weiterbildung Spitzenkarrieren möglich sind“. Der IHK-Präsident zeigte sich zuversichtlich, dass die aus der Koalitionsvereinbarung bekannten Pläne der Landesregierung auch den Wirtschaftsstandort Nord-Westfalen stärken. „Es ist das richtige Signal“, sagte er, mit der Realisierung von newPark die Jahrzehnte alte IHK-Idee eines modernen Industriegebietes in der Emscher-Lippe-Region endlich umzusetzen.


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