Giro-Profis starten 2018 in Coesfeld

 
 

 
 
 

Münster / Münsterland (sms) - Der Sparkassen Münsterland Giro kehrt in die Baumberge zurück. Am 3. Oktober starten die Profis erneut in Coesfeld, dem Tor der Baumberge. Damit ist die Kreisstadt nach zwölf Jahren zum zweiten Mal Startort der Profis.

"Coesfeld hat mehrfach gezeigt, dass es ein gutes Pflaster für den Radsport ist und eine besonders interessante Streckenführung bieten kann", freut sich Bürgermeister Heinz Öhmann auf die Rolle der Stadt als Gastgeberin. "Die Innenstadt bietet mit dem historischen Marktplatz eine besondere Start-Kulisse. Wir sorgen dort für ein attraktives Beiprogramm und ein tolles Umfeld für den Münsterland Giro 2018." Das Coesfelder Publikum "wird den Profi-Fahrern kräftig einheizen und damit einen Schub für einen erfolgreichen Giro bieten", verspricht Bürgermeister Oehmann.

Nach dem Start in Coesfeld müssen die Profis eine durchaus anspruchsvolle Herausforderung bewältigen: 1500 Höhenmeter und 198 Kilometer durch die Kreise Coesfeld und Borken, bevor das Ziel Münster erreicht wird und es zum großen Schlusssprint am Schlossplatz kommt.

"Diese Erfolgsserie war so nicht vorhersehbar"
"Bereits zum 13. Mal ist Münster jetzt das Ziel der Profi- und Jedermannrennen. Eine solche rundum erfolgreiche Serie war kaum vorhersehbar, als die Veranstaltergemeinschaft den Münsterland Giro schuf", sagt Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. "Es ist das Gesamtkonzept des Giro, das passt. Er ist ja nicht nur ein Profi-Rennen, sondern bietet auch den Hobbyfahrern einschließlich Kindern und Jugendlichen eine Bühne und wird damit jedes Mal zum riesigen Familienereignis."

"Stärkung im Wettbewerb der Lebens- und Wirtschaftsräume"
Glücklich schätzen könne sich die Veranstaltergemeinschaft über die seit vielen Jahren stabile Grundfinanzierung durch die Sparkassen und Verbundpartner wie Westfälische Provinzial Versicherung und Landesbausparkasse LBS. OB Lewe: Als Fahrradregion schlechthin setzen wir kontinuierlich nachhaltige und innovative Akzente und führen so den Radverkehr in eine gute Zukunft. Das passt zum Konzept der Sparkassen, sich für ihre Region und die Menschen vor Ort stark zu machen."

Markus Schabel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost, unterstreicht diese Feststellung: "Alle, die den Giro unterstützen, sind zutiefst davon überzeugt, dass er aller Mühe wert ist. Ansonsten wäre eine solche langfristige konzertierte Regionalaktion nicht möglich. Der Wert des Sparkassen Münsterland Giro lässt sich nicht in Euro und Cent rechnen. Sein Wert resultiert aus seiner Aussagekraft für das Münsterland. Diese Aussagekraft entsteht vor allem aus den Bildern in den Medien, aus dem Gemeinschaftsgefühl beim Zusammenwirken aller Beteiligten und aus der wunderbaren Resonanz der Sportler und Besucher. All das stärkt unsere Region im Wettbewerb der Lebens- und Wirtschaftsräume. Eine starke Region ist gut für unsere Kunden. Und das ist natürlich auch gut für die Sparkasse."

Schabel ist begeistert von dem Engagement aller Beteiligten. "Am meisten beeindruckt mich, dass alle gemeinsam Jahr für Jahr den Giro konsequent weiter entwickeln. Immer wieder werden Nuancen verbessert und jeder bringt seine Erfahrungen ein, um gemeinsam daraus zu lernen und es künftig noch ein bisschen besser zu machen. Das macht den Sparkassen Münsterland Giro zu einem Erfolgsmodell."

Der Erfolg des Münsterland Giro wird sich auch in der Fernsehberichterstattung niederschlagen. Erstmals dürfen sich die Zuschauer und die Macher auf eine zweistündige Live-Übertragung freuen. "Kurz vor Ostern kam die Nachricht vom WDR, dass über den Sparkassen Münsterland Giro zwei Stunden live berichtet wird. Von 14.30 bis 16.30 Uhr wird der Sender unter Federführung der Kölner Sportredaktion das Rennen live zeigen. Das Livesignal für die Übertragung produzieren wir selbst und stellen es dem Sender zur Verfügung", berichtet Stadträtin Cornelia Wilkens, Dezernentin für Soziales, Integration, Kultur und Sport der Stadt Münster. "Da bleibt nur zu hoffen, dass sich die Sprinter vor dem Schlossplatz wieder eine so unglaublich spannende, knappe Zieleinfahrt liefern werden wie 2017." Zusätzlich werde es natürlich aber auch lokale Berichte aus dem Münsterland geben, so Cornelia Wilkens.

Fahrer rollen durch die Kreise Coesfeld und Borken
Wie die Profis werden auch die Hobbysportler, die wie in der Vergangenheit in Münster starten, in vollen Zügen das Münsterland auskosten. Alle, die bei den Jedermannrennen um den Cup der Sparkasse Münsterland Ost, den Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung oder den Cup der LBS mitfahren, werden die landschaftliche Vielfalt der Region und interessante Geländeverhältnisse erleben. "Städte und Gemeinden entlang der Strecke werden den Fahrerinnen und Fahrern eine Menge bieten", kündigt Dr. Kai Zwicker, Landrat des Kreises Borken, an. "Die Kommunen werden an den Routen wieder so manches Highlight organisieren und dem Publikum die Wartezeit auf die Giro-Fahrerinnen und -Fahrer verkürzen."

Sein Tipp: Wer knisternde Spannung erleben möchte, sollte in Heek an den neuen Kreisverkehr am Ortseingang kommen. Hier werden die Profi-Fahrer aus Asbeck kommend den Kreisverkehr in Richtung Heek passieren, die 125-km-Jedermänner durchfahren den Kreisel aus Ahaus kommend in Richtung Schöppingen. Dabei ergibt sich ein enges Zeitfenster: "Nach bisheriger Planung besteht bei diesem 'Manöver' eine Pufferzeit von nur etwa zehn Minuten." Landrat Zwicker: "Mein Vorschlag: Kommen Sie an diesen Kreisverkehr nach Heek. Dort wird es besonders viel zu sehen geben."

Im Kreis Coesfeld laufen ebenfalls bereits die Vorbereitungen für das sportliche Großereignis. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der vor zwei Jahren erstmals den Giro im Kreis Coesfeld mitverantwortet hat, freut sich sehr über das einmalige Gemeinschaftsprojekt der Münsterlandkreise und der Stadt Münster.

Vom Schneeball zur Lawine
"In Darup herrscht alle zwei Jahre am 3. Oktober Volksfeststimmung auf den Straßen", berichtet Landrat Schulze Pellengahr, der selbst in Darup wohnt. "Das schafft für die Fahrer eine ganz besondere Atmosphäre." Bis auf die 65 km lange Jedermann-Route führen diesmal wieder alle Rennen durch den Ortskern von Darup, damit ist eine tolle Stimmung entlang der Strecke garantiert. Zwar müssen wegen einer innerörtlichen Baustelle die 95- und 125-km-Jedermannrennen in Darup diesmal etwas anders geführt werden, was aber den positiven Effekt einer zusätzliche "Bergwertung" mit sich bringt.

"Anfangs war der Giro ein Schneeball, der hat sich zu einer richtigen Lawine entwickelt", so Norbert Hypki vom Vorstand der Sparkasse Westmünsterland. "Wer das in den letzten Jahren miterlebt hat, wird bestätigen: Die Stimmung an der Strecke ist mitreißend." Der Sparkassen Münsterland Giro sei ein Leuchtturm des Münsterlandes mit "Giro-Trikot-Sichtungsindex": Ihm wurden von Giro-Trikot-Sichtungen von Mallorca über den Reschenpass bis Stockholm berichtet.

Der Giro leiste einen positiven Effekt für den Tourismus. Zugleich sei er ein wichtiger Beitrag, um die Lebensqualität der Region zu stärken und die regionale Attraktivität zur Gewinnung von Fachkräften zu unterstützen, so Norbert Hypki.

Schon etliche Zusagen von World-Tour-Teams
Sichtlich zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitungen zeigt sich Giro-Organisationsleiter Rainer Bergmann. "Schon jetzt liegen etliche Zusagen von World-Tour Teams vor. Das ist ein Zeichen großer Zufriedenheit hinsichtlich Organisation und Streckenführung." Das Rennen habe sich als fester Bestandteil im Kalender der Radsportszene etabliert und gelte bei den Profis als beliebter Saisonabschluss nach der UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaft, die in diesem Jahr im September in Innsbruck in Tirol ausgetragen wird.

Auch der Zwischenstand der Anmeldungen der Jedermänner spiegelt nach Angaben von Rainer Bergmann die Beliebtheit der Veranstaltung wider. Ab dem 21. April kann auf den ausgeschilderten Originalstrecken des Sparkassen Münsterland Giro trainiert werden. Infos, Online-Anmeldung und Streckenpläne: www.sparkassen-muensterland-giro.de


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