Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt möchten Energiewende aktiv mitgestalten

 
 

 
 
 
Diese Meldung wurde am 27.03.2017 archiviert.
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Kreis Steinfurt - Beim zweiten Bürgerenergie-Vernetzungstreffen im Kreis Steinfurt zeigte sich erneut, dass die Bürgerinnen und Bürger des Kreises die Energiewende aktiv mitgestalten und erneuerbare Energien selbst erzeugen und nutzen möchten.

Bei der Veranstaltung, die vom Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt, dem Umweltunternehmen i-Puk sowie dem regionalen Betreiberverbund von erneuerbaren Energien „Die Energielandwerker“ ausgerichtet wurde, standen die Herausforderungen bei der Umsetzung von Bürgerenergie-Projekten im Vordergrund.

 Josef Wessels, Vorstandsmitglied der Bürgergenossenschaft „Energie für Saerbeck“, berichtete auf dem Treffen in der alten Energiezentrale in Steinfurt von den ersten Schritten zu mehr Bürgerenergie in seiner Gemeinde. Der Prozess hatte in Saerbeck mit der Bereitstellung einer Schulfläche für eine gemeinschaftliche Photovoltaikanlage begonnen - heute arbeitet eine eigens eingetragene Genossenschaft am Ausbau der nachhaltigen Energieproduktion. Die Anlage in Saerbeck ist nur ein Beispiel dafür, dass es den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern der Region wichtig ist, ihre lokale Grundversorgung zu bewahren, weiterzuentwickeln und die Wertschöpfung vor Ort zu sichern.

Das bestätigte auch Rolf Echelmeyer, Geschäftsführer der Stadtwerke Steinfurt. Er schilderte, wie 2014 neue Wege beschritten wurden, indem über die Bürger-Energie-Genossenschaft Steinfurt fast 1.000 Menschen an den Stadtwerken Steinfurt beteiligt wurden, und zeigte sich begeistert von dieser Entwicklung: „Die Akzeptanz und das Verständnis für unser Tun sind enorm. Wir haben einen direkten Draht zu unseren Kunden.“

Abschließend diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über notwendige Voraussetzungen für die Entstehung von mehr Bürgerenergiegesellschaften und mögliche Beteiligungsmodelle in der Region. Mit Vorschlägen zu Photovoltaikanlagen auf Gewerbe- oder Altenheimflächen bis hin zur Nutzung von Bewegungsenergie gab es zudem kreative Antworten auf die Frage nach ungenutzten Energiepotenzialen im Kreis Steinfurt.


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