Die Mühlenroute in Hörstel
In und um Hörstel können einige sehr schöne Mühlen auf einer Mühlenroute besichtigt werden. Grund genug für einen Ausflug mit der Kamera...
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Reinings Mühle in Dreierwalde
Ihren Ursprung hat Reinings Mühle in Dreierwalde um das Jahr 1800. Damals wurde auf dem Hof Grautmann in Uthuisen eine Wassermühle errichtet. Diese war eingeschossig im Fachwerkbaustil gefertigt und mit einem Wasserrad ausgestattet. Sie erhielt um 1900 eine Turbine, wodurch der Betrieb des Wasserrades überflüssig wurde.
Neben dieser Wassermühle entstand im Jahr 1901 eine Sägemühle, deren Betrieb jedoch nach einigen Jahrzehnten eingestellt wurde. Im Jahr 1952 erfolgte ein großer Umbau, wobei das Fachwerk abgerissen und die Mühle in zweigeschossiger Bauweise um das Doppelte vergrößert wurde.
Im Jahr 2003 erwarb die Stadt Hörstel die Mühle. Sie wurde für öffentliche und touristische Zwecke umgebaut und sollte auf diese Weise als Mühlendenkmal erhalten bleiben. Zudem ist in der Mühle ein Trauzimmer eingerichtet worden, in dem nach Vereinbarung Trauungen des Standesamtes Hörstel vollzogen werden können.
Knollmanns Mühle in Hörstel
Die Entstehungsgeschichte der heutigen Doppelmühlenanlage auf dem Hofe Noje-Knollmann an der Hörsteler Aa lässt sich bis in das Jahr 1796 zurückverfolgen. Voraussetzung für die Errich¬tung des ersten Mühlengebäudes war damals eine Erteilung der Gnädigsten Concession zur Anlegung einer Bockemühle für den Zeller Knollmann durch Fürst Bischof Max von Bayern am 6. April 1796.
Im Laufe ihrer Geschichte erfuhr Knollmanns Mühle auch den ein oder anderen Umbau und Modernisierungsmaßnahmen. Ursprünglich von zwei unterschlächtigen Wasserrädern angetrieben, wurde 1914 das Wasserrad der Korn- und Ölmühle durch eine 35 PS starke Turbine ersetzt. Die ursprüngliche Bocke- und Perlmühle, inzwischen zu einer Sägemühle umge¬baut, wurde weiter mit einem unterschlächtigen Wasserrad angetrieben.
Nach der Begradigung der Hörsteler Aa liegt die Sägemühle heute an der „Veerbiäke", das Staurecht ist erloschen. Das Gatter der Sägemühle wurde ehemals noch durch Motorkraft angetrieben, die Kornmühle blieb jedoch unge¬nutzt, die Strom erzeugende ist Turbine längst ausgebaut worden.
Im Jahre 1988 gab es erste Überlegungen seitens des damaligen Eigentümers Heinz-Josef Noje-Knollmann, der Stadt und des Heimatvereins Hörstel, Knollmanns Mühle für die Nachwelt zu erhalten. Die Wasserdoppelmühle wurde mit Wirkung vom 22.09.1988 in die Denkmalliste der Stadt Hörstel eingetragen. Aus Mitteln des Denkmalförderungsprogramms NRW und mit finanzieller Hilfe des Amtes für Agrarordnung, des Heimatvereins Hörstel, der Stadt und vor allem der NRW-Stiftung konnte dieses historische Gebäude im Jahr 1993 restauriert und das alte Turbinenrad der Öffentlichkeit als Exponat zugänglich gemacht werden.
Der Heimatverein Hörstel hat hier für Sitzungen, kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen eine feste Bleibe gefunden und bietet gerne auf Anfrage interessierten Besuchern und Gruppen eine Führung an. Darüber hinaus veranstaltet der Heimatverein an bestimmten Tagen Handwerksdemonstrationen und Schausägen in der Mühle.
Klostermühle Gravenhorst in Hörstel
Die Gravenhorster Klostermühle wird 1262 erstmals urkundlich erwähnt. Der Graf von Ravensberg verkaufte sie damals an das 1256 gegründete Zisterzienserinnenkloster. Nach dem 30jährigen Krieg werden im Jahr 1651 umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Seit dieser Zeit besteht der untere Teil des Mühlengebäudes aus Bruchsteinmauerwerk und der obere Teil aus Fachwerk.
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss aus dem Jahre 1803 wird das Kloster säkularisiert und enteignet. Das Eigentum geht in den Besitz der Preußischen Krone. Ab 1823 hat die Klostermühle wechselnde Eigentümer. 1937 wird der Kreis Tecklenburg Besitzer. Während des Zweiten Weltkrieges wird die Mühle stillgelegt.
Bombenangriffe auf Gravenhorst im Jahr 1944 beschädigen die Mühle schwer, eine Bombe reißt das Obergeschoss aus Fachwerk weg. Kurz nach dem Krieg, am 16. Juni 1945, pachtet der Müllermeister Ludwig Müller die beschädigte Mühle. Er baut sie in mühevoller Kleinarbeit wieder auf, erweitert sie um ein Stockwerk und kann sie 1954 vom Kreis Tecklenburg kaufen.
1978 werden der Mahlbetrieb sowie der Handel mit Getreide, Düngemittel, Futtermitteln und Saatgut aufgegeben. 1988 wird auch der Sägewerkbetrieb eingestellt. Ludwig Müller stirbt 1991. Nachdem die Mühle 58 Jahre in Pacht und Besitz der Familie Müller gewesen ist, erwirbt der Förderverein die Mühle im Jahr 2003.
Öffnungszeiten:
Besichtigung nach Vereinbarung mit dem Förderverein Kloster Gravenhorst, Herrn Döbber,
Telefon: 054 59 – 45 61
DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst
Telefon: 0 54 59 – 91 46 – 0 (Verwaltung)
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