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mein Münsterland
Interaktive Münsterlandkarte

Bagno, Brünnchen und der Buchenberg

Wir wandern in Steinfurt. - 15 Kilometer lang durch den Bagno, den Buchenberg, die Hollicher Feldflur und den Vorsundern. Start und Ziel ist der Bagno-Parkplatz an der Landstraße 510 (Burgsteinfurt – Borghorst). Die Markierung ist diesmal die Raute.

220 Jahre nach der erstmaligen Nutzung begann für die Konzertgalerie im Januar 1994 die dringend notwendige Renovierung. Seit 1997 gibt es dort wieder hochrangige Konzerte.
Mit der Raute markieren die Wegewarte des WHB Verbindungswanderwege und die Wanderrouten „Spurensuche im Münsterland“. Am Ende dieses Wander-Tipps findet sich eine Karte.

Von der Galerie ausgehend, entlang des Sees, führt der Weg fast unmerklich ansteigend über die Kettenbrücke auf die Arioninsel.Unser Weg führt uns zuerst durch das Bagno, das ab 1765 als Park nach französischem Stil geschaffen wurde. Noch heute sind dort viele alte Bäume, die zum Teil als Naturdenkmal ausgewiesen sind. Und auch die Vogelwelt ist äußerst reichhaltig. Zudem konnten bislang 13 verschiedene Fledermausarten nachgewiesen werden.

Und wir sehen das Süße Brünnchen als Quelle des Bagnosees nahe des Parkplatzes, links etwa 20 Meter in den Wald hinein, heute als Reste einer Grottenanlage. Dann tut sich auch schon die Konzertgalerie auf. 220 Jahre nach der erstmaligen Nutzung begann im Januar 1994 die dringend notwendige Renovierung. Seit 1997 gibt es dort wieder hochrangige Konzerte. Von der Galerie ausgehend, entlang des Sees, führt der Weg fast unmerklich ansteigend über die Kettenbrücke auf die Arioninsel, 1782 unter Graf Ludwig erbaut. Von der Höhe des Arionbergs führt der Blick über den See auf die Ruineninsel.

Diese Insel entstand 1788 als erste der fünf heute noch vorhandenen und war anfänglich nur mit einer kleinen wilden Kaskade ausgestattet. Graf Ludwig hatte sie auf seinen Reisen in Süddeutschland kennen gelernt und im Bagno nachbauen lassen.

Von der Höhe des Arionbergs führt der Blick über den See auf die Ruineninsel.Etwa 50 Meter hinter der Knüppelbrücke biegen wir links ab, um nach Überquerung des Diogenes-Baches auf einen Weg Richtung Borghorst durch den „Dickenbrook“ zu gelangen. Das erste Waldstück an der linken Seite dieses Weges wird „Tiergarten“ genannt. Gegenüberliegend fällt der Blick auf ein Wiesengelände. Kaum etwas lässt erahnen, dass dort bis 1900 eine bedeutende Ziegelei betrieben wurde. Etwa 120 Meter nachdem wir die Landstraße 510 versetzt überquert haben, kann man links einen Abstecher über den Damm eines Baches machen, um dann nach 80 Meter auf eine Lichtung mit dem idyllisch gelegenen Herrenteich zu stoßen.

Wir folgen der Raute und sind bald auf dem Buchenberg. Mit einer Höhe von 110 Metern über NN hebt er sich deutlich vom ungebenden Gelände ab. Er gehört zusammen mit dem Bagno und den angrenzenden Wäldern zu den besonders pflanzenreichen Gebieten der Region. Weiter geht es in die Burgsteinfurter Bauerschaft Hollich. Man sieht den Hof Meinikmann, ihn kann man als den letzten Gräftenhof in Burgsteinfurt bezeichnen. Bemerkenswert ist ein Speicher, der auf einem Sockelgeschoss steht. Es hat drei Schießscharten und stammt wahrscheinlich von einem spätmittelalterlichen Steinspeicher ab. Wir folgen dem Weg weiter, der jetzt über die Landstraße 559 führt, und kommen in die moderne Jetztzeit. Wir sehen die Anlagen der Hollicher Windpark GmbH, die 2001 gegründet wurde. Die einzelnen Windräder sind 100 Meter hoch, die Rotoren umschreiben einen Kreis von 77 Meter. Im weiteren Verlauf unserer Wanderung sehen wir die Hollicher Windmühle, die 1859 in Betrieb genommen wurde. Es war kein Neubau, sie hatte vorher im Raum Osnabrück gestanden.


Im weiteren Verlauf sehen wir die Hollicher Windmühle, die 1859 in Betrieb genommen wurde. Es war kein Neubau, sie hatte vorher im Raum Osnabrück gestanden.Wenn man am Hollicher Kindergarten nicht sofort links dem Wanderzeichen folgt, sondern sich etwa 100 Meter rechts orientiert, steht man vor einem Teil der Hollicher Landwehr, noch etwa 100 Meter lang und 26 Meter breit. Zurück zum Wanderweg. Rechts vom Weg weist im Verlauf eine Tafel auf das Bodendenkmal „Burg Ascheberg“ hin. Nach der Überquerung der Landstraße nach Emsdetten geht der Weg parallel mit der neuen B 54. Das Waldgebiet heißt Vorsundern. Nachdem der Weg mit einer Brücke über die Bundesstraße geht, ist links ein 1,50 Meter hoher Findling zu sehen, der an Kammerdirektor Karl Lietsch erinnert. Der Parkplatz kommt in greifbare Nähe, 15 hoch interessante Kilometer sind geschafft.

Dieser Wander-Tipp basiert auf der Spurensuche Nr. 8 aus der Wanderreihe „Spurensuche im Münsterland“ des Westfälischen Heimatbundes. Nehmen Sie diese Broschüre samt inliegender Karte mit auf Ihre Wanderung. Sie wird Ihnen helfen. Die Schrift ist im Internet als Download zu haben: www.westfaelischerheimatbund.de.

Weitere Informationen rund um das Wandern im Münsterland gibt es beim Westfälischen Heimatbund in Münster.

Dieser Text ist auch als "Wandertipp to go" als mp3-Datei verfügbar. Hier downloaden.

Weitere Informationen
Sandra Hamer
Kaiser-Wilhelm-Ring 3
48145 Münster
Telefon: 0251 / 203 810–15
Sandra.Hamer@lwl.org

Empfohlene Karte
Freizeitkarte NRW Nr. 4 (Münster, Tecklenburger Land) im Maßstab 1 : 50.000, herausgegeben vom damaligen Landesvermessungsamt NRW. Damals heißt: Seit dem 1. Januar 2008 existiert das Landesvermessungsamt in der ursprünglichen Form nicht mehr. Es ist nun als „Geobasis“ in der Abteilung 7 der Regierungsbezirk Köln angesiedelt. Wer weiterhin mit diesen bewährten Wanderkarten losgehen möchte, sollte sich über Restbestände informieren.


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