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Billerbeck: Ludgerus-Dom

Ludgerus-Dom Billerbeck

Ludgerus-Dom|Erbaut von 1892 bis 1898

Die hochragenden Türme des Ludgerus-Domes sind für Billerbeck zu einem Wahrzeichen geworden. Das Gotteshaus wurde von 1892 bis 1898 an der Stelle erbaut, wo zuvor eine ältere, im Kern romanische Ludgerikirche (11. Jh.) stand, die ursprünglich ein Nikolaus-Patrozinium gehabt haben soll.



  • Ludgerus-Dom|Die hochragenden Türme sind für Billerbeck zu einem Wahrzeichen geworden

    Ludgerus-Dom|Im Südturm befindet sich die Sterbekapelle des heiligen Liudger

Geschichte und Architektur

Der Dom hat eine Länge von 56 Metern und eine Breit von 26 Metern. Er hat die Form einer Kreuzkirche mit hohem Mittel- und Querschiff und niedrigen Seitenschiffen.

Das Mittelschiff mit einer Breite von 13,5 Metern beginnt westlich zwischen den beiden Türmen und endet im Osten in einem halben Zehneck. Die Seitenschiffe dagegen enden in einem halben Achteck. Die mächtigen Turme, 100 Meter hoch, geben von allen Seiten einen großartigen Anblick. Sie haben einen quadratischen Grundriss.

Im Südturm befindet sich die Sterbekapelle des heiligen Liudger, der 805 von Karl dem Großen zum ersten Bischof von Münster ernannt wurde. Begraben liegt er im Kloster Werden. Hier steht auch das älteste Ausstattungsstück des Doms, eine barocke Liudgerbüste (1735).

Der Nordturm trägt fünf Glocken des Domes. Sie sind im April 1946 an die Stelle der Glocken getreten, die im Zweiten Weltkrieg abgegeben werden mussten. Das Geläut wurde in Gescher gegossen und gilt als hervorragend gelungen.

Das mächtige Gotteshaus wurde in den Jahren 1893-1898 von dem Münsteraner Wilhelm Rincklake (1851-1927) in Form einer neugotischen Basilika erbaut. Die Kirche steht an der Stelle, an der nach der Überlieferung der heilige Liudger am 26. März 809 gestorben ist.

Rincklake griff dabei auf altere Stilformen zurück und schuf eine neugotische Kirche mit Querschiff und hohem Turmpaar im Westen. Für das Langhaus wählte er die Grundform einer Basilika, das hohe Mittelschiff überragt also die Seitenschiffe. Wie der Architekt, so haben auch die am Bau beteiligten Bildhauer, Kunstschreiner und Glasmaler mittelalterlichen Vorbildern der Gotik nachgeeifert und sie weiterentwickelt, so dass die Ausstattung sich recht einheitlich darstellt.


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