Radfahren: Die Sagenroute
Münsterland (mp) - "Hexenritt und Düwelskram" - die Sagenroute führt Radwanderer auf den Spuren von Dämonen und Geistern durch das Tecklenburger Land.
Der Wechsel von flachem Münsterländer Parkland und hügeligen bis bergigen Abschnitten im Teutoburger Wald macht die Sagenroute gleichermaßen für geruhsame Radwanderer, als auch für Touren- und Radrennfahrer interessant.
Auf den Spuren von Dämonen und Geistern und manch einer kleinen Hexe geht es durch das Tecklenburger Land. Nicht auf dem Besen (wie es das Routenlogo vermuten lassen könnte), sondern auf dem Drahtesel, saust man auf der 214 Kilometer langen Themenroute durch den Teutoburger Wald - vorbei an Hexenküche, Dörenther Klippen und Heiligem Meer. Das Herz dieser abwechslungsreichen Landschaft schlägt im idyllischen Tecklenburg mit seinen reizvollen Fachwerk- und Honoratiorenhäusern. In Hörstel-Riesenbeck dreht sich alles um's Pferd. Und in den staatlich anerkannten Erholungsorten Lienen und Mettingen wird Erholung auf dem Lande groß geschrieben.
Die Natur rund um das Recker Moor zählt im Tecklenburger Land ebenso zu den touristischen Highlights wie die stimmungsvollen Ortskerne in Hopsten und Ladbergen. Zur Abwechslung laden die größeren Städte Ibbenbüren und Lengerich zum Einkaufen ein.
Städte und Kreise entlang der Strecke: Hopsten, Recke, Mettingen, Westerkappeln, Lette, Lengerich, Bad Iburg, Lienen, Ladbergen, Tecklenburg, Ibbenbüren, Hörstel
Das Ladberger Schuhmacher-Museum
Im Schuhmacher-Museum in Ladbergen, können die Besucher eine komplett eingerichtete Werkstatt und eine Schuhmodeausstellung besichtigen. Die im Werkstattcharakter ausgestellten Werkzeuge und Maschinen vermitteln dem Besucher einen Einblick in die Entwicklung dieses Handwerks. In der Mmodeausstellung werden zahlreiche Schuhmodelle beginnend bei einfachen Ledersandalen bis hin zu attraktiven Pumps dargeboten.
Adresse:
Ladberger Schuhmachermuseum
Hof W. Wibbeler
Zur Woote 51
49549 Ladbergen
Hörstel: Kloster Gravenhorst mit bewegter Geschichte
Das idyllisch gelegene Kloster Gravenhorst wurde 1256 vom Ritter Konrad von Brochterbeck und seiner Frau Amalgarde von Budde als Zisterzienserinnen-Abtei gegründet und befindet sich heute fast unversehrt in dem baulich gleichen Zustand wie zur Auflösung des Konvents im Jahre 1808. Ab 1822 befanden sich die Gebäude in wechselndem Privatbesitz und konnten im Inneren nicht besichtigt werden.
Im Jahr 2004 ist das Kloster Gravenhorst seiner neuen Bestimmung übergeben worden und als Kunsthaus Kloster Gravenhorst - nach vollständiger Sanierung und Renovierung- neu eröffnet worden.
Adresse:
Klosterstraße 10
48477 Hörstel
Hörstel: Haus Surenburg besonders malerisch
Das Haus Surenburg gehört zu den kleineren Wasserburgen Westfalens, ist aber heute das bedeutendste weltliche Bauwerk des Tecklenburger Landes und gehört nach Lage und Gestalt zu den besonders malerischen Schlössern des Münsterlandes.
Adresse:
Surenburg
48477 Hörstel
Tecklenburg: Haus Marck lockt Friedensstifter und Verliebte
Wo 1643 die Vorverhandlungen zum Westfälischen Frieden stattfanden und knapp 200 Jahre darauf Friedrich von Bodelschwingh, der spätere Leiter der Betheler Anstalten, geboren wurde, geben sich heute Liebende vor der Kulisse einer jahrhundertelang gewachsenen Kulturlandschaft das Ja-Wort. Den Bund fürs Leben dort schließen zu können ist jedoch nur eine der zahlreichen Besonderheiten, die die historische Gräftenanlage bietet
Adresse:
Haus Marck,
49545 Tecklenburg
Hopsten: Wallfahrtskapelle St. Anna
Die Geschichte der Wallfahrtskapelle beginnt mit der Erzählung von dem in einer Eiche versteckten Gnadenbild der heiligen Anna. Im Jahr 1677 fällte ein Knecht die Eiche und entdeckte die Figur dabei.Unklar bleibt bei der Erzählung jedoch, ob der Knecht ein in der Eiche verstecktes Gnadenbild der heiligen Anna fand, oder ob aus dem Holz der gefällten Eiche die Figur geschnitzt wurde. Es wird vermutet, dass ein Gnadenbild, möglicherweise aus der Kirche in Westerkappeln, in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges hier versteckt worden sein könnte.
Die heutige Wallfahrtskirche liegt an der Straße von Hopsten nach Hörstel in der Bauernschaft Breischen und ist ein bekannter Wallfahrtsort.
Das Puppenmuseum in Tecklenburg
Das Puppenmuseum in Tecklenburg ist in einem historischen Fachwerkhaus aus dem Jahr 1684 untergebracht. Das Museum zeigt eine der wertvollsten Puppensammlungen im Münsterland. Die Sammlung Nahrath und Botsch ist dank der ehrenamtlichen Arbeit Tecklenburger Bürger und Bürgerinnen seit November 2003 wieder in dem Museum zu sehen.
Anschrift
Puppenmuseum Tecklenburg
Wellenberg 1
49545 Tecklenburg
Das Bergbau-Museum in Ibbenbüren
Der Steinkohlenbergbau hat in Ibbenbüren eine lange Tradition. Erste Berichte über den Einsatz Ibbenbürener Kohle reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Im Informationsangebot des Bergbaumuseums in Ibbenbüren, steht zwar der Steinkohlenbergbau Vordergrund, aber auch der historische Erzbergbau und der Kalksteinabbau werden hier erwähnt.
Anschrift:
Bergbau-Museum Ibbenbüren
Osnabrücker Straße 112, Tor 2
49477 Ibbenbüren
Historische Mühlen in Hörstel
Mühlen prägen das Landschaftsbild im Münsterland. In und um Hörstel auf der Mühlenroute können einige sehr schöne Mühlen auf einer Mühlenroute besichtigt werden. Die Geschichte dieser Mühlen reicht zum Teil bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die Mühlenroute kann sehr gut mit dem Fahrrad "erfahren" werden. Sie ist etwa 48 km lang und führt unter anderem an Reinings Mühle, Knollmanns Mühle und der Klostermühle Gravenhorst entlang.
Reinings Mühle in Dreierwalde
Ihren Ursprung hat Reinings Mühle in Dreierwalde um das Jahr 1800. Damals wurde auf dem Hof Grautmann in Uthuisen eine Wassermühle errichtet. Diese war eingeschossig im Fachwerkbaustil gefertigt und mit einem Wasserrad ausgestattet. Sie erhielt um 1900 eine Turbine, wodurch der Betrieb des Wasserrades überflüssig wurde.
Knollmanns Mühle in Hörstel
Die Entstehungsgeschichte der heutigen Doppelmühlenanlage auf dem Hofe Noje-Knollmann an der Hörsteler Aa lässt sich bis in das Jahr 1796 zurückverfolgen. Voraussetzung für die Errich¬tung des ersten Mühlengebäudes war damals eine Erteilung der Gnädigsten Concession zur Anlegung einer Bockemühle für den Zeller Knollmann durch Fürst Bischof Max von Bayern am 6. April 1796.
Klostermühle Gravenhorst in Hörstel
Die Gravenhorster Klostermühle wird 1262 erstmals urkundlich erwähnt. Der Graf von Ravensberg verkaufte sie damals an das 1256 gegründete Zisterzienserinnenkloster. Nach dem 30jährigen Krieg werden im Jahr 1651 umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Seit dieser Zeit besteht der untere Teil des Mühlengebäudes aus Bruchsteinmauerwerk und der obere Teil aus Fachwerk.
Weitere Informationen:
Touristinformation Hörstel
Kalixtusstraße 6
48477 Hörstel/Riesenbeck
Telefon: 05454/911-112
Der Bismarckturm in Tecklenburg
Der Bismarckverein des Kreises Tecklenburg ließ im Jahr 1909 den Bismarckturm errichten. Ursprünglich handelte es sich bei diesem Turm um eine im Jahr 1851 erbaute Windmühle, die bis ins Jahr 1906 durch mehrfache Blitzeinschläge ausbrannte. Nur kurze Zeit später erwarb der Bismarckverein des Kreises Tecklenburg die kegelförmige Ruine und ließ sie zum Turm umbauen.
Museum "Alte Ruthemühle" in Recke
Die "Alte Ruthemühle" in Recke, eine ehemalige Wassermühle, ist heute ein Heimat- und Korbmuseum mit Cafe. Neben heimatgeschichtlichen Sammlungen zu regionalen Themen, wie Tödden (Wanderkaufleute), Bergbau, Holzschuh- und Schumacherwerkstatt finden Besucher hier das einzige Korbmuseum des Tecklenburger Landes. Regelmäßige Vorführungen alter Hand- und Kunsthandwerke finden hier ebenso statt wie Gruppenführungen durch das Museum.
Anschrift der Ruthemühle:
Steinbecker Strasse 50
49509 Recke
Das Tüöttenmuseum in Mettingen
Das kleine Tüöttenmuseum in Mettingen besteht aus drei Fachwerkhäusern, die als Museum eingerichtet sind, um den schmucken Fachwerkbau und die Wohnkultur unserer Vorfahren der Nachwelt zu erhalten. Das Museum zeigt eine umfangreiche Sammlung von Möbeln, Gebrauchsgegenständen und altem Brauchtum aus der Zeit unserer Vorfahren.
Adresse:
Tüöttenmuseum im Hotel Telsemeyer
Markt 6-8
Mettingen
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